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Space Shuttle - STS 122 (121) - Atlantis (029)  

STS 122
(ISS AF-1E)

ISS Montageflug 1E:
Lieferung und Montage de ESA-Labors Columbus .


» Daten:
Start:  07. Feb. 2008, 19:45 GMT
Ziele:  Außenbordmanöver: 11. Feb. 2008, 14:13 GMT
Außenbordmanöver: 13. Feb. 2008, 14:27 GMT
Außenbordmanöver: 15. Feb. 2008, 13:07 GMT
Ende:  20. Feb. 2008, 14:09 GMT
Landung (Erde)
» Crew:  Frick, Poindexter, Walheim, Love, Melvin, Schlegel, Eyharts, Tani
» Nutzlast:  Columbus, MPESS-ND

Bild vergrößernSTS 122 Besatzung
©NASA

Das Labormodul Columbus ist der zentrale Beitrag Europas zur Internationalen Raumstation ISS. Es soll mindestens zehn Jahre lang für Forschungen unter Schwerelosigkeit und zur Technologieerprobung zur Verfügung.

Das Columbus-Modul ist druckbeaufschlagt, das heißt, es ist hermetisch gegen die Außenwelt abgeschirmt. Dank eines bordeigenen Lebenserhaltungssystems hält es Umweltbedingungen wie auf der Erde bereit. Das Labor bietet drei Astronauten ausreichend Platz zum Arbeiten. Mehrschichtige Außenisolierungen verhindern Beschädigungen durch Einschläge von Meteoriten und Trümmerteilen. Das Columbus-Labor hat Platz für zwölf standardisierte Nutzlastschränke (Racks), in denen Experimentiergeräte untergebracht werden können. Drei Racks enthalten die Subsysteme für die Energieverteilung, Datenaufbereitung, Luftversorgung und Wasserkühlung und ein Rack wird für Lagerzwecke genutzt. Die fertig konzipierten Racks basieren auf den so genannten International Standard Payload Racks (ISPR), die von allen Partnern, außer Russland, verwendet werden, und die die Grundvorsorgung der Nutzlasten sicherstellen. Die multidisziplinäre Ausstattung des Columbus-Labors erlaubt die Forschung in vielen wissenschaftlichen Bereichen wie etwa den Materialwissenschaften, der Medizin, Humanphysiologie, Biologie und der Flüssigkeitsphysik. Am End-Konus des Columbus-Moduls sind zudem vier Außenplattformen für Nutzlasten ohne Druckbeaufschlagung angebracht. Die so genannte "External Payload Facility" (EPF) dient vor allem der Erforschung des Weltraums.

Im Verlauf dieser Mission fanden drei Außenbordeinsätze statt. Beim ersten wurde Columbus an die ISS angekoppelt und hochgefahren, beim zweiten wurden die ersten externen Nutzlasten angebracht. Auch die Nutzlastschrankeinrichtungen wurden durchgeprüft. Beim dritten Außenbordeinsatz wurde eine Stickstofftankeinrichtung an die Station, eine Aufgabe, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Columbus-Teil der Mission stand. In den Wochen nach Abschluss dieser Raumtransportermission kümmerte sich die ständige ISS-Bordmannschaft um die endgültige Inbetriebnahme des Labors und den Beginn seiner wissenschaftlichen Nutzung.

Nach der Montage des Labors an die Station übernahm das im Raumflugbetriebszentrum des DLR in Oberpfaffenhofen angesiedelte Columbus-Kontrollzentrum seine Kontrolle und seinen Betrieb. Das Zentrum koordiniert darüber hinaus den Verlauf der europäischen Experimente.

Nächste Mission:
» STS 123





 
 
 
 

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22.02.2015

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Autor dieses Artikels:  Redaktionsbüro cclive

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